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HReinspaziert – Der Karriere-Podcast von REMONDIS Industrie Service

Von Reagenzglas zu Drogenlabor – Alltag eines Chemikanten

Episode 9 · 21. Juli 2025 · 25 Minuten

Die Mitarbeitenden von REMONDIS Industrie Service sind echte Spezialisten, wenn es ums Gefährliche geht. Manche von ihnen übernehmen besonders heikle oder anspruchsvolle Einsätze. Zu Gast bei Nicole Mendel und Eva Schulz sind dieses Mal die beiden Chemikanten Deimantas Herrmann und Mark Becker. Sie haben schon ihre Ausbildung bei REMONDIS Industrie Service gemacht und arbeiten heute dort, wo andere lieber Abstand halten. Drogenlabore, explosive Substanzen, gefährliche Abfälle – alles Teil ihres Jobs. Die beiden Chemieexperten verraten, wie ihr Arbeitsalltag aussieht, was daran spannend, aber auch herausfordernd ist – und warum der Job genau das Richtige für alle ist, die Abwechslung und Verantwortung suchen.

Transkript Folge 9 – „Von Reagenzglas zu Drogenlabor“

00:00:01:22 - 00:00:33:02
Intro
Hereinspaziert. Der Karrierepodcast von REMONDIS Industrie Service und womöglich für alle diejenigen ein Türöffner, die auf der Suche nach einem richtig guten, sicheren und zugleich aufregenden Job und Unternehmen sind. Ich bin Nicole Mendel und ich bin Eva Schulz. Gemeinsam geben wir euch Einblicke hinter die Kulissen von REMONDIS und geben Tipps zum Bewerbungsprozess. Wir stellen spannende Berufe bei uns vor, sprechen über Karrierewege und reden über Anforderungen und Wünsche an und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:00:33:04 - 00:00:44:04
Nicole Mendel
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von HReinspaziert. Für uns heute Premiere, da wir heute zwei Gäste haben. Ich würde einfach mal vorschlagen, dass sich beide vorstellen.

00:00:44:06 - 00:01:11:20
Mark Becker:
Ja, hey, ich bin Marc Becker, arbeite bei REMONDIS in der RENOX in Bramsche Industrie Service Bramsche. Wir machen da so ein bisschen Spezialchemikalien Entsorgung. Ich mache da großteils die Gasflaschen Entsorgung. Gasflaschen jeder Art, von Kohlenstoffpatronen, die jeder kennt, bis zu gefährlichen Gasen, die aus der Industrie kommen und ein bisschen gefährlicher sind. Ja, ich bin jetzt seit elf Jahren bei REMONDIS, habe da auch meine Ausbildung gemacht 2014. Ja, und seitdem arbeite ich bei REMONDIS.

00:01:11:22 - 00:01:37:07
Deimantas Herrmann
Ja zu mir. Ich bin Deimantas Herrmann und bin jetzt seit fast zehn Jahren am Standort in Bramsche. Hab damals auch wie Marc ursprünglich Chemikant gelernt. Bin mittlerweile im überregionalen Vertrieb/Projektvertrieb tätig und betreue da Bestandskunden, aber auch Sonderprojekte, die der Mark hinterher bearbeitet, in der RENOX-Halle. Mach das super gerne und bin doch öfter mal mit Marc raus, um die Abwechslung zu haben - mal im Büro, mal draußen.

00:01:37:07 - 00:01:50:02
Mark Becker
Also wir sind auch viel unterwegs. Wir sind nicht nur bei uns in Bramsche, sondern auch viel in Deutschland unterwegs. Kunden in ganz Deutschland, Süddeutschland, Norddeutschland, das ist sehr viel Abwechslung dabei und man sieht auch ein bisschen was von Deutschland.

00:01:50:04 - 00:02:09:12
Eva Schulz
Super! Wir freuen uns total, dass ihr heute da seid und wir haben es so ein bisschen nett unterhalten können und ihr habt jetzt beide schon zweimal unseren Standort in Bramsche erwähnt. Vielleicht mögt ihr uns mal einmal erzählen, wie müssen wir uns das da vorstellen? Ist der groß? Ist der klein? Was gibt es da zu sehen? Was macht den Standort besonders? Redet doch mal ein bisschen von eurem Arbeitsplatz im Bramsche.

00:02:09:14 - 00:02:39:01
Mark Becker
Ja, unser Hof und Branche ist kein großes Industrieunternehmen, aber auch nicht ganz klein. Wir haben ein paar verschiedene Abfallentsorgungsabteilungen. Die großen bei uns sind einmal die Hochtemperaturverbrennungsanlage, wo chemische Stoffe verbrannt werden. Dann hätten wir noch unsere RENOX, wo Spezialchemikalien bearbeitet werden und unsere RENOTHERM, wo Farben, Lacke zu Ersatzbrennstoffe verarbeitet werden. Hast du da noch was zu?

00:02:39:01 - 00:03:02:05
Deimantas Herrmann
Ja, wir können die Spraydosen noch ergänzen. Das ist ein großes Thema bei uns. Unsere HESPEC-Anlage, die wir seit 2016 haben und wo wir Spraydosen pressen, zu Presslingen und hinterher die drei Stoffe Metall, Lösungsmittel und Gas noch mal separieren und verwerten können. 
Mark Becker
Ja, genau. Und unsere Batterien Abteilung, die RETRON ist bei uns auch immer größer geworden. Da machen wir mittlerweile auch ein bisschen mehr. Und Batterienentsorgung.

00:03:02:07 - 00:03:22:12
Nicole Mendel
Jetzt habt ihr ja schon ein bisschen was zur Entsorgung gesagt. Aber, viele unserer Zuhörer sind ja branchenfremd. Was machen Chemiekanten in der Abfallbranche? Das kann man sich ja eigentlich gar nicht so richtig vorstellen. Ja also normalerweise kennt man so typisch klassische chemische Fachkräfte in großen Chemieunternehmen. Warum gibt es chemische Fachkräfte in Abfallwirtschaft und bei REMONDIS?

00:03:22:14 - 00:03:45:18
Deimantas Herrmann
Da wo produziert wird, wird am Ende auch entsorgt und wo die Chemikalien anfallen, müssen auch irgendwo entsorgt werden. Das bei uns dann der Fall. Wir machen natürlich nicht nur bei REMONDIS  Papier und Pappe, sondern am Ende auch wirklich Chemikalien und gefährliche Abfälle, die aus der Produktion entstehen und auch da fachlich ordentlich entsorgt werden müssen. Und da sind die chemischen Fachkräfte, wie Marc und ich gelernt haben, auch ein Teil davon.
00:03:45:23 - 00:04:03:00
Mark Becker
Ja, wichtig ist auch, dass man weiß, wie Stoffe miteinander reagieren, weil es da ja doch durchaus mal gefährlich sein könnte, wenn man da nicht weiß, was man tut und Sachen zusammenschüttet, die dann vielleicht heftig miteinander reagieren. Und darum ist so eine chemische Ausbildung bei der Chemikalienentsorgung relativ wichtig.

00:04:03:02 - 00:04:20:04
Eva Schulz
Jetzt habt ihr eben, als ihr vom Standort Bramsche erzählt habt und auch von der RESPRAY-Anlage gesprochen habt, das Thema Spraydosen. Jetzt könnten wir vielleicht an dieser Stelle mal so ein bisschen damit aufräumen, weil jeder von uns hat das Haarspray zu Hause und ich weiß nicht, diese klassischen Dosen, warum darf ich die nicht in normalen Müll schmeißen?

00:04:20:06 - 00:04:21:18
Deimantas Herrmann
Manchmal darf man das.

00:04:21:23 - 00:04:22:21
Eva Schulz
Okay, aber wenn ich.

00:04:22:21 - 00:04:23:21
Deimantas Herrmann
Restentleert.

00:04:23:23 - 00:04:35:14
Eva Schulz
Ah, guck mal, siehste. Also hat es ja doch Besonderheiten. Also worauf muss ich achten, wenn ich zu Hause so eine Dose habe? Also, weiß nicht, das Haarspray, was ich mir gekauft habe, halt nicht. Is scheiße. Wie auch immer, was tue ich damit?

00:04:35:16 - 00:04:42:02
Deimantas Herrmann
Am besten zur Schadstoffsammlung bringen. Die ist kommunal für jeden erreichbar und auch kostenlos für private Leute.

00:04:42:04 - 00:04:55:03
Eva Schulz
Na guck, wieder was gelernt! Das nehmen wir auf jeden Fall noch mal mit. Schmeißt eure Spraydosen, wenn sie nicht komplett leer sind, nicht einfach ungesehen in die Tonne. Dann könnt´s Ärger geben. Oder es ist auch nicht gerade ungefährlich für die Kollegen in den Betrieben.

00:04:55:05 - 00:05:00:03
Deimantas Herrmann
Eben. Genauso wie das Thema mit den Lithium Ionen Batterien sind auch Spraydosen nicht gerade ohne.

00:05:00:05 - 00:05:06:07
Nicole Mendel
Wie seid ihr dann überhaupt zu REMONDIS gekommen? Also warum habt ihr euch dafür entschieden, die Ausbildung zum Chemikanten zu machen?

00:05:06:09 - 00:05:24:24
Mark Becker
Ja, also ich war in der Schule schon immer an Chemie interessiert und dann gab es so ein paar Besprechungstermine. Was wollt ihr in der Zukunft machen? Ich war immer an Chemie interessiert, da wurde mir dann der Beruf Chemikant und empfohlen und da habe ich mich ein bisschen umgeguckt - bei uns in der Gegend ist Chemie oder chemische Industrie gar nicht so groß.

00:05:25:01 - 00:05:36:10
Mark Becker
Da, wo ich herkomme, muss man schon mal so eine halbe Stunde fahren, um da irgendwie was zu finden. Und da habe ich dann auf REMONDIS gestoßen, habe mich da beworben und so bin ich dann bei REMONDIS gelandet.

00:05:36:12 - 00:05:37:18
Nicole Mendel
Deimantas und du?

00:05:37:20 - 00:06:00:06
Deimantas Herrmann
Ja, ich wollte damals eigentlich  - also ich habe Chemikern gelernt - wollte aber mal Laborant werden. Genau so ähnlichwie Mark das, ich nenne es mal Problem hatte,  ich habe nicht unweit von Mark entfernt gewohnt. Fahrerei und das Angebot war bedürftig. Da habe ich gesehen, dass REMONDIS den Chemikern anbietet. Den hab ich dann auch gerne angefangen. Und hinterher, muss ich jetzt noch sagen, habe ich es nicht bereut, denn das Labor war schön.

00:06:00:07 - 00:06:11:17
Deimantas Herrmann
Wir wollen in der Ausbildung auch im Labor. Mark und ich waren sogar zeitgleich damals im Labor. Rückblickend muss ich aber sagen, dass die Stelle, die ich jetzt habe und die Ausbildung zum Chemikanten für mich persönlich deutlich abwechslungsreicher war.

00:06:11:19 - 00:06:32:01
Nicole Mendel
Ja, ich kann mich tatsächlich noch an dein Vorstellungsgespräch erinnern. Da warst du so ein bisschen zwiegespalten, ob du die Ausbildung machen sollst oder weiter zur Schule gehen sollst und dann studieren sollst. Aber, ein gewisser Herr Niederlassungsleiter hat dich tatsächlich mehr oder weniger ein bisschen dazu überredet, die Ausbildung zu machen, um eine solide Grundlage zu schaffen und danach dann vielleicht doch noch ein Studium anzufangen.

00:06:32:03 - 00:06:34:09
Deimantas Herrmann
Zehn Jahre später sitze ich hier und bereue nichts.

00:06:34:11 - 00:06:39:07
Nicole Mendel
Ja, sehr gut. Das freut uns. Wie alt wart ihr eigentlich, als ihr die Ausbildung bei uns begonnen habt?

00:06:39:09 - 00:06:45:01
Mark Becker
Ja, ich war damals 17. Deimantas? 
Deimantas Herrmann
Ich war 16. 
Mark Becker
Schon ein Weilchen her. Auf jeden Fall.

00:06:45:03 - 00:06:50:12
Nicoel Mendel
Und konntet ihr denn alles aus dem Betrieb sehen, während eurer Ausbildung? Also wart ihr in jedem Bereich?

00:06:50:14 - 00:07:05:04
Mark Becker
Ja, über den Lauf von der Ausbildung haben wir alle Abteilungen einmal durchgearbeitet. Am Anfang natürlich die Geschichten, die ein bisschen ungefährlicher sind, wo man nicht so viel mit Chemikalien zu tun hat und dann darauf aufbauend, quasi in die ein bisschen gefährlicheren Abteilungen.

00:07:05:06 - 00:07:17:06
Nicole Mendel
Konntet ihr euch dann nach der Ausbildung aussuchen, wohin es denn dann nach der Ausbildung gehen sollte? Also irgendwie eine Abteilungen oder Bereich oder vielleicht auch doch noch mal ein bisschen was über den Tellerrand hinaus?

00:07:17:08 - 00:07:36:24
Mark Becker
Ja, ich glaube, wir hatten damals das Glück, dass wir überall gesucht haben. Also konnten wir uns auch quasi aussuchen, wo wir letztendlich hinkommen. Sie wurden auf jeden Fall gefragt, was die Präferenzen sind, was einem Spaß gemacht hat, wo man sich vielleicht nicht unbedingt sieht und wo es letztendlich hingehen soll. 
Deimantas Herrmann
Hat sich so herauskristallisiert, worauf man Lust hatte. 
Mark Becker
Ja, genau.

00:07:37:03 - 00:07:43:04
Mark Becker
Die letzten paar Monate sind dann, in der Ausbildung auch auf die Abteilung dann hingearbeitet worden.

00:07:43:06 - 00:07:49:20
Nicole Mendel
Wenn ihr jetzt mal so euren Arbeitsalltag beschreiben müsstet, wie sieht ein klassischer Arbeitsalltag bei euch aus?

00:07:49:22 - 00:08:09:17
Deimantas Herrmann
Also ich bin im Büro aktuell tätig. Würde nicht sagen, das ist nur einfach nur Büroarbeit, weil Büroarbeit in dem Sinne auch beratende Tätigkeiten hat. Ich beschreibe mal, zwischen vertrieblichen Tätigkeiten und Tätigkeiten von, es kommt jetzt ein Anruf rein und wir müssen am Besten ad hoc jetzt handeln und Chemikalien abholen, weil wir haben einen Unfall, es gab irgendwo eine Reaktion.

00:08:09:17 - 00:08:15:05
Deimantas Herrmann
Wir müssen am besten so schnell und zeitnah reagieren wie möglich. Ist von bis alles im Alltag vorhanden.

00:08:15:09 - 00:08:20:08
Nicole Mendel
Ist dir da zum Beispiel irgendwas im Gedächtnis geblieben, also wo es so eine Art ah hoc Situation gab?

00:08:20:10 - 00:08:30:04
Deimantas Herrmann
Typischerweise so Gefahrgutunfälle auf der Autobahn sind so Sachen, die sehr schnelle Reaktionszeit hervorrufen, genauso wie Zollbeschlagnahmungen am Ende auch.

00:08:30:06 - 00:08:34:18
Eva Schulz
Bist du schonmal zu einem Auftrag gefahren und hattest so richtig Muffensausen, wenn man das so sagt?

00:08:34:23 - 00:08:59:08
Deimantas Herrmann
Das ist eine gute Frage. Ich würde kurzes Ja sagen. Mit dem Respekt, dass ich aber vielleicht eher ein bisschen aufgeregt war, weil die Leute um einen herum so - man wird einfach beobachtet. Man hat so ein Gefahrgutunfall, das alles auf der Autobahn sein oder in der Schule auch schon alles vorgekommen und alle haben die Augen auf einen, weil man hier jetzt derjenige ist, der das jetzt lösen soll.

00:08:59:10 - 00:09:13:14
Deimantas Herrmann
Und du bist dafür verantwortlich. Mach es bitte ordentlich, hinterher hier ja wieder Schüler sitzen und atmen und arbeiten können.

Mark Becker
Ja, man soll halt die Sicherheit für die Allgemeinheit wiederherstellen und das macht einen schon mal ein bisschen nervös.

00:09:13:16 - 00:09:16:06
Nicole Mendel
Dann seid ihr quasi Superman in der Abfallbranche.

00:09:16:08 - 00:09:20:10
Deimantas Herrmann
Das hast du jetzt gesagt, aber danke.

00:09:20:12 - 00:09:52:23
Eva Schulz
Von Superman.. Wie soll ich denn das jetzt überleiten? Das ist ja auch ne Steilvorlage für hmm.. Eher so ein bisschen Respekt und ich glaube, das hört man auch so ein bisschen raus. Es ist schon wichtig, mit einem gesunden Respekt an eure Tätigkeit ranzugehen. Angst ist da vielleicht nicht unbedingt der beste Begleiter, aber gibt es auch Aufträge, die ihr gemacht habt, wo ihr sagt „Boah im Nachhinein das hätte echt, das hätte richtig in die Buxxe gehen können“? Oder fühlt ihr euch einfach so, auch mit den Sicherheitsmaßnahmen einfach immer so safe, dass ihr wisst okay, ist vielleicht nicht die coolste Situation in der man sich jetzt gerade befindet, was ja durchaus mal passieren kann, aber ihr fühlt euch sicher?

00:09:52:23 - 00:09:58:09
Eva Schulz
Aber das so im Nachhinein gesagt, boah wär das oder das irgendwie anders gelaufen, dann wäre das echt uncool gewesen?

00:09:58:11 - 00:10:23:17
Mark Becker
Ja, also wir versuchen ja generell genügend Sicherheit herzustellen, so dass nichts passieren kann, wenn wir dann an den Orten arbeiten. Aber natürlich könnte immer mal was schief gehen und jedem ist vielleicht auch schon mal irgendwie was weggerutscht oder irgendwie was Blödes passiert, wo man sich denkt „Boah, das hätte jetzt auch doof laufen können.“ Aber generell muss man natürlich damit rechnen und auch selbstsicher an die Sache rangehen, sonst hat man da wenig Chancen.

00:10:23:19 - 00:10:39:12
Eva Schulz
Macht das für euch so ein bisschen den Reiz an eurem Job aus? Also, ihr seid ja beide echt noch mit Mitte 20 super jung und es ist ja jetzt keine knicken-lochen-abheften-Tätigkeit, sondern wirklich was mit Inhalt und die Gesellschaft. Für den Aspekt von Sicherheit ist das so, wo ihr sagt, dass das auch so ein bisschen, das pusht mich auch so jeden Tag?

00:10:39:14 - 00:11:04:14
Mark Becker
Vor allem die Abwechslung finde ich sehr spannend, weil es wirklich jeden Tag was anderes ist. Es ist meistens nicht drei Wochen dieselbe Arbeit, sondern mal ist man hier, mal hat man hier ein Stoff, der spezial weg muss oder ein Spezialauftrag, der dann anders bearbeitet werden muss. Und so ist eigentlich jeder Arbeitstag relativ unterschiedlich und nicht immer dasselbe. 
Deimantas Herrmann 
Würde mal sagen, das Schöne ist die Arbeit ist abwechslungsreich und manchmal vielleicht ein bisschen zu Abwechslungsreich.

00:11:05:07 - 00:11:23:07
Eva Schulz
Mark, du hast das eben erzählt, zum Ende eurer Ausbildung hin konntet ihr euch so ein bisschen orientieren, in welche Richtung ihr nach der Ausbildung gehen wollt. Da wir ein paar Vakanzen auch frei hatten und ihr so ein bisschen gucken konntet, was sind so die eigenen persönlichen Vorlieben., vielleicht in dem Bereich. Erzähl uns doch noch mal, was wären denn die ganzen Möglichkeiten gewesen?

00:11:23:09 - 00:11:47:10
Mark Becker
Also eine große Möglichkeit wäre gewesen, an der HTVA, an unserer Hochtemperatur­verbrennungsanlage in die Contischicht zu gehen. Da die Anlage überwachen, der Ofen läuft 24 Stunden am Tag, normalerweise das ganze Jahr durch. Darum muss da immer jemand aufpassen, dass die Grenzwerte eingehalten werden, weil wir da ja auch gefährliche Chemikalien verbrennen. Das da oben bei uns aus dem Schornstein nicht so viele Schadstoffe rauskommen.

00:11:47:12 - 00:12:23:21
Mark Becker
Alles in den Grenzbereichen bleibt. Wenn der RENOX die kleinen Chemikalienbehandlungen, viel Labore ausräumen, Laborchemikalien bearbeiten, sortieren und verpacken, so dass wir die dann entweder selber entsorgen oder weiterschicken können. Dann hätten wir noch unsere RENOTHERM, wo man dann tatsächlich mit großen Maschinen viel Bagger, Radlader, LKW fahren kann, wo dann das Grobe, die groben Chemikalien entsorgt werden und weißt du noch was?
Deimantas Herrmann
Ident-Kontrolle. Irgendwo kommt der Abfall ja auch rein und da muss noch mal auch visuell jemand draufgucken und noch Proben ziehen, die wir hinterher im Labor noch mal analysieren.

00:12:24:00 - 00:12:51:22
Deimantas Herrmann
Was auch auf jeden Fall wichtig ist am Ende, weil wir vielleicht doch nicht immer das vertrauen können, was auf dem Etikett draufsteht, dass wir noch mal eine kleine Eingangsanalyse machen. 
Mark Becker
Ja, wo du es sagst. Im Labor natürlich. Da arbeiten unsere Chemikern auch, sie analysieren die Stoffe, die bei uns reinkommen, gucken, was kann da überhaupt mitgemacht werden, wenn der RESPRAY- Anlage unserer Spraydosen Entsorgungsanlage, wird Schichtarbeit gearbeitet, wo die Kollegen dann auch die Anlage überwachen müssen und die Spraydosen entsorgen.

00:12:51:24 - 00:13:22:18
Mark Becker
Das sind so die Großen.
Deimantas Herrmann
Thema Schadstoffsammlung. 
Mark Becker
Stimmt, Schadstoffsammlung kann man noch machen. Wo wir dann in die Kommunen fahren und die Chemikalien von Privatpersonen abholen, kostenfrei und das dann so verpacken, dass wir es sicher und ordnungsgemäß zu uns transportieren können. 
Deimantas Herrmann
Aber parallel noch das Labormobil, was wir haben, wo wir Industriebetriebe besuchen, also das was wir für Privathaushalte machen, können wir natürlich aber auch für Industriekunden machen, wo wir hinfahren und zum Beispiel ein Labor ausräumen und Chemikalien sortieren und verpacken.

00:13:22:20 - 00:13:36:23
Mark Becker
Ja, wenn die Firmen nicht genau wissen, was sie mit ihren Chemikalien machen sollen oder nicht genau wissen, wie sie die verpacken müssen, wie man die transportieren muss, bieten wir natürlich auch den Service an, das für die Firmen selber zu machen.

00:13:37:00 - 00:14:03:10
Eva Schulz
Na, das klingt ja wirklich sehr facettenreich, für nach der Ausbildung. Danke für den Einblick. Das war mir überhaupt nicht so bewusst. Ich habe aber auch wenig Berührung mit dem Bereich Chemie bisher gehabt. Und hab an das klassische Labor und die Gläschen gedacht. Von daher cool, dass ihr uns da heute den Einblick gegeben habt. Aber jetzt - wir sprechen ja unter uns, ihr seid ja jetzt ein paar Jahre dabei, gibts auch ein paar Storys, haut mal raus, irgendwas, was irgendwie besonders war, besonders kritisch war?

00:14:03:10 - 00:14:08:00
Eva Schulz
Besonders lustig war? Besonders verboten vielleicht auch?

00:14:08:02 - 00:14:31:19
Deimantas Herrmann
Also wenn ich anfangen würde, wär das interessanteste, also eins der interessantesten Dinge, die ich gesehen hatte. Ein Drogenlabor, was hochgenommen worden ist, ist aufgeflogen damals aufgrund eines Brandes. Die Feuerwehr ist hingefahren, hat erst mal den Brand angefangen zu löschen, bis man irgendwann gemerkt hat, das was wir hier löschen, das passt irgendwie nicht zu dem, was hier drin sein sollte und das peu a peu dann aufgeflogen ist, das dann am Ende doch ein Drogenlabor gewesen ist.

00:14:31:21 - 00:14:52:06
Deimantas Herrmann
Und dann wird man angerufen und soll sich das einmal anschauen. Und hinterher verpackt man diese Chemikalien und hat immer so einen kleinen, makaberen Gedanken im Hintergrund, wenn man weiß, vor drei Wochen haben sie hier noch Drogen gekocht bis zum geht nicht mehr und jetzt muss ich das alles hier entsorgen. Dann kam auch immer wieder Gespräche mit dem Beamten, was haben die hier wohl für nen Umsatz gemacht.

00:14:52:08 - 00:15:11:24
Deimantas Herrmann
Habe ich nie Zahlen zu bekommen.
Mark Becker
Ja, eine große Geschichte, die ich, wenn ich meinen Freunden was Lustiges erzählen will, immer erzähle, ist, dass wir ein Polizeieinsatz begleitet haben, bei dem ein Sohn seine Eltern bedroht hat, indem er das Haus wegsprengen wollte.

00:15:12:01 - 00:15:30:10
Mark becker
Weil die ihn rausschmeißen wollten. Und die Polizei hat den Kollegen dann da rausgeholt und wir durften dann die ganzen Chemikalien aus dem Keller suchen. Wobei dann nicht nur Chemikalien, sondern auch diverse Flaschen mit gelben, urinartigen Flüssigkeiten gefunden wurden, die wir dann auch entsorgen sollten.

00:15:30:12 - 00:15:45:10
Nicole Mendel
Als Laie muss ich jetzt einfach einfach mal fragen, weil es mich interessiert: Hätte derjenige denn mit den ganzen Chemikalien seine Eltern bzw das Haus wirklich so krass in die Luft sprengen können, dass man das selbst in Timbuktu noch gehört hätte? Oder wäre es vielleicht nur eine kleine Rauchwolke gewesen?

00:15:45:12 - 00:15:59:14
Mark Becker
Also bis Timbuktu hätte man es wahrscheinlich nicht gehört, aber durch die Chemikalien, die er da hatte, die nicht unbedingt Urin waren, hätte er doch das Haus bis auf die Grundmauern niederbrennen können. Also eine gewisse Gefahr ging von dem jungen Herrn tatsächlich aus.

00:15:59:16 - 00:16:18:07
Nicole Mendel
Also ich finde, daran sieht man auch noch mal, wie verantwortungsvoll eure Aufgabe bei uns im Unternehmen ist und womit ihr euch den ganzen Tag beschäftigt und der Umwelt und der Menschheit dann ja auch zugute kommt. 
Eva Schulz
Ich bin jetzt ein bisschen erschrocken, überrascht, ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, wie einfach das sein kann, wenn man Knies mit seinen Eltern hat.

00:16:18:09 - 00:16:39:02
Eva Schulz
Nee, wir wollen hier nicht darauf hinweisen, wie schnell man böse Dinge tun kann. Aber vielleicht können wir an dieser Stelle einfach ein bisschen dafür sensibel machen, wie gefährlich das durchaus sein kann und wie leicht zu beschaffen bestimmte Materialien sind. Werdet ihr da in der Ausbildung darauf vorbereitet? Gibt es da irgendwie noch mal spezielle Kurse, Seminare oder ist das einfach so ein tägliches?

00:16:39:02 - 00:16:45:11
Eva Schulz
Immer wieder auch daran erinnert werden? Ihr müsst mit Vorsicht rangehen, das ist gefährlich. Wie läuft das in der Ausbildung?

00:16:45:13 - 00:17:06:24
Mark Becker
Ja also, unsere Auszubildenden werden natürlich für Chemikalien sensibilisiert. Die arbeiten in ihrer Ausbildung ja schon mit gefährlichen Stoffen. Und da ist es wichtig, den Auszubildenden früh beizubringen, wie gefährlich Stoffe sein können. Wie schütze ich mich richtig? Was sollte ich verhindern, um gefährliche Reaktionen zu vermeiden? Und so weiter.

00:17:07:01 - 00:17:12:10
Nicole Mendel
Ein Vögelchen hat mir auch gezwitschert, dass du, Mark, jetzt auch den Ausbilderschein bestanden hast.

00:17:12:12 - 00:17:13:12
Mark Becker
Ja, vor kurzem.

00:17:13:14 - 00:17:33:20
Nicole Mendel
Vielleicht kannst du darüber noch ein bisschen was sagen. Also, was glaubst du, wie die Ausbildung in Zukunft aussehen wird? Müssen wir mehr Arbeit in den Schulen machen, beispielsweise um a) Werbung für die Ausbildung bei uns im Hause zu machen, aber auch um mehr das Bewusstsein für Abfälle irgendwie zu schärfen, für die Abfallvermeidung oder aber auch der Umgang mit Chemikalien?

00:17:33:22 - 00:17:54:17
Mark Becker
Ja, vor allem die Werbung für das Müll nicht immer nur Müll ist, sondern auch was mit Chemikalien zu tun hat. Dass es vielleicht nicht nur dreckig und stinkt, sondern auch mit Chemikalien zu tun hat, die gefährlich sind. Die nicht in die Umwelt sollten, wo man dafür sorgen soll, dass das Ganze fachgerecht entsorgt wird. Schaffe in den Schulen schon.

00:17:54:19 - 00:18:08:14
Mark Becker
Meistens wird immer nur gedacht, wenn die Schüler REMONDIS überhaupt kennen, ja, die machen ja Müll. Aber dass das ganze viel weitreichender ist als nur den Hausmüll, was auch wichtig ist, aber dass wir dann auch Chemikalien und Industrieabfälle entsorgen.

00:18:08:16 - 00:18:13:19
Nicole Mendel
Der Mark hat ja den Ausbilderschein gemacht. Deimantas, hast du noch irgendwelche Weiterbildung gemacht nach deiner Ausbildung?

00:18:13:22 - 00:18:32:16
Deimantas Herrmann
Ja, ich habe damals, ein Jahr nach der Ausbildung 2019 noch den Gefahrgutbeauftragten gemacht, den ich auch in unserem Standort lebe. Das quasi für den Transport, für die ganzen Gefahrstoffe, die wir haben, müssen wir Gefahrgutbeauftragten stellen, der dann Jahresbericht schreibt. Und dann habe ich letztes Jahr Ende 24 noch mal einen Strahlenschutzbeauftragten gemacht.

00:18:32:18 - 00:18:35:05
Nicole Mendel
Wie lange dauern eure Weiterbildungen dann immer so?

00:18:35:07 - 00:18:56:24
Deimantas Herrmann
Das sind Kurse von 1 bis 2 Wochen. Bei mir in dem Fall mit am Ende einer IHK Prüfung. 
Mark Becker
Ja, genau. Wir haben natürlich noch kleinere Weiterbildungen, wie zum Beispiel TRGS520 oder den ADR-schein, wo es dann um den Transport speziell von Chemikalien geht. Das sind dann so Tagesschulungen, wo das beigebracht wird.

00:18:57:01 - 00:19:11:13
Nicole Mendel
Also ich kann mich daran erinnern, wenn wir in den Schulen sind und da ein paar Vorträge halten, fragen wir die Kids auch immer „Was meint ihr denn, was das für ein Abfall ist?“ Und viele wissen das tatsächlich gar nicht. Für die landet das einfach in irgendeiner Tonne und die machen sich noch nicht mal bewusst, in welche das sollte.

00:19:11:15 - 00:19:33:22
Nicole Mendel
Der Groschen fällt aber tatsächlich bei den klassischen Alltagsgegenständen, die die Teenies auch wirklich nutzen. Also viele rauchen ja Wapes und wenn man den dann sagt „Mensch da ist so eine Batterie drinne, die könnte irgendwie kaputtgehen, anfangen zu brennen, solltest du dir mal überlegen, ob er die einfach irgendwohin wirfst“, dann merkt man oft, dass der Groschen dann tatsächlich fällt und die sich da auch wirklich Gedanken darum machen und dann auch versuchen was zu ändern.

00:19:33:24 - 00:19:46:07
Mark Becker
Ja, also das große Problem liegt wahrscheinlich bei der Aufklärung, dass man da noch mal ansetzen sollte, die Schüler vielleicht ein bisschen mehr aufzuklären. Mit was arbeite ich hier überhaupt?

00:19:46:09 - 00:20:08:12
Eva Schulz
Es ist dann ja quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einmal sensibilisieren für gefährliche Dinge und so ein bisschen vielleicht auch zeigen, wie spannend euer Beruf ist und wo wir bei zwei Fliegen und eine Klappe sind. Wir wollen auch nicht davor Halt machen, wenn wir zwei Gäste haben, trotzdem unsere fünf Fragen zu stellen. Und deswegen haben wir gedacht, wir fragen euch beide die jeweils fünf Fragen.

00:20:08:12 - 00:20:14:05
Eva Schulz
Ich würde einfach mit der ersten Frage starten und ihr antwortet einfach abwechselnd, was euch dazu einfällt. Einverstanden?

00:20:14:07 - 00:20:14:13
Deimantas Herrmann
Gut.

00:20:14:18 - 00:20:24:00
Eva Schulz
Okay, dann starten wir mit Frage eins: Was hat dich in deiner Zeit bei REMONDIS am meisten beschäftigt? Was ist dir nachhaltig im Kopf geblieben? Wer traut sich?

00:20:24:02 - 00:20:42:22
Deimantas Herrmann
Wenn ich Mark jetzt gerade so sehe, wie er mich anschaut, ist mir nachhaltig im Kopf geblieben, eigentlich, wie wichtig doch manchmal das Vertrauen untereinander zu den Kollegen ist, wenn man doch im Außendienst arbeitet. Wie sehr man sich sensibilisieren muss, unserem Gegenüber doch mal vertrauen muss und weiß, mit welchem Kollegen man noch arbeitet. Das nehme ich mir nachhaltig doch sehr mit.

00:20:42:24 - 00:21:00:06
Mark Becker
Ja, das sehe ich ganz ähnlich. Also man muss sich schon auf seine Kollegen verlassen können. Die Zusammenarbeit ist wichtig, die meisten Aufträge werden nicht alleine erledigt. Darum sollte man gut mit seinen Kollegen zusammenarbeiten können. Und das ist was, was mir wichtig und nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist.

00:21:00:08 - 00:21:18:01
Nicole Mendel
Jetzt möchte ich aber an dieser Stelle auch noch mal sagen, dass die Niederlassung Bramsche ja wie eine große Familie ist. Ich habe immer so das Gefühl, da ist jeder mit jedem verwandt, weil da ein sehr enges Verhältnis zu den Mitarbeitern untereinander ist. Ja, teilweise sind sie ja auch miteinander verwandt. Kommen wir vielleicht noch mal zu einer anderen Folge zu.

00:21:18:03 - 00:21:25:04
Nicole Mendel
Aber ja, ich glaube, dass das Arbeitsklima in Bramsche schon sehr gut ist und dass ihr euch natürlich auch auf eure Kollegen sehr gut verlassen könnt.

00:21:25:06 - 00:21:27:16
Deimantas Herrmann
Das hast du recht. Da kann man zustimmen.

00:21:27:18 - 00:21:31:09
Nicole Mendel
Dann machen wir weiter mit Frage zwei: Was ist deine größte Schwäche?

00:21:31:11 - 00:21:37:06
Deimantas Herrmann
Auch eine sehr gute Frage, die auch sehr unangenehm, wenn ich ehrlich bin. Hat so ein Bewerbungsge-spräch.

00:21:37:08 - 00:21:41:02
Nicole Mendel
Was glaubst du, warum wir die stellen?

00:21:41:04 - 00:22:05:11
Deimantas Herrmann
Von mir persönlich würde ich sagen, dass ich versuche es doch immer jedem recht machen zu wollen und oft dann merke, dass ich es doch nicht kann. Es ist schon ne Schwäche, wo ich merke, dieser Peoplepleaser, der ich manchmal bin, der funktioniert auch nicht immer. 
Mark Becker
Ja, ab und zu habe ich mal das Problem, dass ich mir nicht helfen lassen will oder denke, dass Aufgaben, die mit mehreren in der Zusammenarbeit schneller gehen würden, ich doch viel besser alleine machen kann.

00:22:05:13 - 00:22:12:01
Mark Becker
Dass ich manchmal vielleicht nicht unbedingt nach Hilfe frage, wenn ich gerade welche bräuchte. Das ist ein großer Fehler von mir.

00:22:12:03 - 00:22:23:23
Nicole Mendel
Als Fehler würde ich das nicht betiteln. Wir sagen ja immer, das ist eine Schwäche und jeder darf eine kleine Schwachstelle haben. Das ist alles nur menschlich. Frage Nummer drei: Was wolltest du als Kind werden, wenn du mal groß bist?

00:22:24:00 - 00:22:48:00
Deimantas Herrmann
Tatsächlich finde ich die Frage super, weil bei mir war es eigentlich immer schon klar, dass ich irgendwas Richtung Naturwissenschaften oder Chemie machen wollte. Also das erzählt mir meine Mutter zumindest auch immer, dass ich immer irgendwie am tüfteln und irgendwelche Sachen zusammengekippt habe. Also jetzt keine Reiniger, dass ich irgendwie das Haus verunstalte, aber das hat meine Mutter zumindest mal früher erkannt, dass Naturwissenschaft mir sehr liegt und das habe ich auch als Kind sehr früh gemerkt und bin froh, dass ich doch am Ende hier gelandet bin.

00:22:48:02 - 00:23:12:11
Mark Becker
Und mir waren in der Kindheit die klassischen Sachen Feuerwehrmann, Polizist, Astronaut und die ganzen ganz typischen Sachen. Und ich weiß noch relativ genau, dass ich in der vierten, fünften Klasse mit einem Freund von mir so ein Chemiebaukasten bearbeitet habe und da dann so ein bisschen die Interesse an Chemie gewonnen habe, daraufhin das dann auch aufgebaut habe, irgendwas Chemisches zu machen.

00:23:12:13 - 00:23:35:05
Eva Schulz
Du bist ja jetzt nicht so richtig entfernt von deinen Kindheitsträumen, weil Feuerwehr, also ihr müsst zwischendurch mal ja sprichwörtlich die Brände löschen. Astronaut. Wenn ich mal an unsere Schutzanzüge denke, dann ist das schon sehr astronautenverdächtig. Also ich finde, du hast es gut getroffen. Wo sind wir? Frage vier? Okay, dann kommt Frage vier: Mit deinem Wissen von heute.

00:23:35:05 - 00:23:38:11
Eva Schulz
Was würdest du deinem 10-jährigen Ich raten?

00:23:38:13 - 00:23:40:19
Deimantas Herrmann
Ist ja gar nicht so lange her.

00:23:40:21 - 00:23:44:00
Nicole Mendel
Gestern erst.

00:23:44:02 - 00:24:08:16
Deimantas Herrmann
Ich würde glaube, ich würd meinem 10-jährigen Ich sagen, „Alles, was du machst, hat Hand und Fuß. Das ist schon der richtige Weg, den du einschlägst und vergleich dich vielleicht nicht zu oft mit anderen, sondern eher mit sich selbst sollte man sich vergleichen.“ 
Mark Becker
Ja, vor allem lass dich nicht in irgendwelchen Nischen drücken, in denen du nicht sein möchtest. Mach, was du willst und mach damit weiter, womit du angefangen hast.

00:24:08:18 - 00:24:14:22
Nicole Mendel
Ja, sehr schön. Dann last but not least: Wenn du der Welt etwas sagen könntest, was wäre das?

00:24:14:24 - 00:24:31:08
Mark Becker
Ja, wir haben uns vorhin schon mal darüber unterhalten, dass Nachhaltigkeit vielleicht ein größerer Punkt sein sollte. Fachgerechte Müllentsorgung, nicht alles irgendwo einfach hinkippen, ein bisschen mehr auf unseren Planeten achten. Vielleicht.
Deimantas Herrmann
Am Ende sind wir doch nur Gast hier auf dieser Erde.

00:24:31:11 - 00:24:35:14
Mark Becker
Genau. 
Nicole Mendel
Das waren sehr schöne abschließende Worte. Vielen Dank dafür.

00:24:35:16 - 00:24:37:02
Deimantas Herrmann
Danke auch. 
Mark Becker
Vielen Dank.

00:24:37:04 - 00:24:42:02
Nicole Mendel
Schön, dass ihr mit uns auf die Reise von HReinspaziert gegangen seid und dass Sie unsere Gäste wart.

00:24:42:04 - 00:24:47:05
Mark BeckerJa, hat sehr viel Spaß gemacht. 
Deimantas Herrmann
Das geb ich gerne so zurück. Mark, kann man gerne noch mal machen!

00:24:47:07 - 00:25:16:02
Nicole Mendel
Okay, liebe Zuhörer, dann war's das auch schon mit der Folge von HReinspaziert. Wir würden uns freuen, wenn ihr in zwei Wochen wieder einschaltet und uns bei der neuen Folge mit begleitet. In der Zwischenzeit dürft ihr gerne eure Fragen und Anmerkungen mailen. Gerne an persönlich mit oe (persoenlich@remondis.de) und abonnieren nicht vergessen. 
Das war hreinspaziert! Der Karrierepodcast von REMONDIS Industrie Service, Euer Experte rund um die Entsorgung und Verwertung von gefährlichen Abfällen.

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Über die Podcasterinnen

Nicole Mendel

Leitung Personalmarketing und Recruiting

Als Leitung des HR-Marketings und Recruitings bei REMONDIS Industrie Service gestaltet Nicole Mendel die Arbeitgebermarke aktiv mit. Im Podcast bringt sie ihr Fachwissen zu Karrieremöglichkeiten ein und sorgt für spannende Einblicke in die Unternehmenskultur. 

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Eva Schulz

Personalmarketing und Recruiting

Eva Schulz ist für das Personalmarketing bei REMONDIS Industrie Service verantwortlich und setzt kreative Ideen um, um Talente für das Unternehmen zu begeistern. Im Podcast führt sie durch authentische Gespräche und zeigt, was das Arbeiten bei REMONDIS ausmacht. 

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